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Mobilität der Zukunft im Dorfzentrum im Fokus des Politforums

11. Juni 2025 – Am Dienstag, 27. Mai 2025 fand das Frühlingspolitforum der Mitte Buttisholz statt. Im Fokus standen diverse Geschäfte der Gemeindeversammlung und die Zukunft der Mobilität im Dorfzentrum.

Am 27. Mai 2025 versammelten sich zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger im Restaurant Kreuz, um am Politforum der Mitte Buttisholz teilzunehmen. Zu Beginn stellte Gemeinderätin Judith Riederer den Jahresbericht der Gemeinderechnung 2024 sowie die anstehenden finanziellen Herausforderungen vor. Die Rechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 459’328 Franken deutlich besser ab als der budgetierte Verlust von 1’193’198 Franken. Dieses erfreuliche Ergebnis ist vor allem den gestiegenen Steuereinnahmen zu verdanken. Der Steuerfuss bleibt stabil bei 1.9 Einheiten, während die Steuerkraft pro Einwohner zunimmt – eine positive Entwicklung für die Gemeinde. Gleichzeitig werfen jedoch sinkende Schülerzahlen und steigende Bildungskosten langfristige Fragen auf.

Im Anschluss erläuterte Gemeindepräsidentin Anita Lustenberger verschiedene überarbeitete Reglemente und Verträge, über die an der bevorstehenden Gemeindeversammlung abgestimmt wird. Besonders rege Diskussionen löste die Vorstellung der Legislaturziele aus. Anhand zahlreicher Wortmeldungen wurde deutlich, dass das Thema «Arztpraxis» der Bevölkerung besonders am Herzen liegt. Anita Lustenberger versicherte, dass der Gemeinderat mit Hochdruck an einer langfristigen Lösung zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung arbeite.

Mobilität der Zukunft im Dorfzentrum

Den thematischen Schwerpunkt des Abends bildete das Thema «Mobilität der Zukunft im Dorfzentrum». In einem einleitenden Referat stellte Cécile Baumeler, Geschäftsführerin der VIAPLAN AG, anhand informativer Statistiken die aktuelle Situation der Mobilität in der Schweiz dar. So beträgt beispielsweise der Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) im Kanton Luzern rund 75 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens. Um den daraus resultierenden Herausforderungen zu begegnen, hat der Regierungsrat den Planungsbericht «Zukunft Mobilität Luzern (Zumolu)» erstellt, welchem der Kantonsrat zugestimmt hat. Dieses stützt sich auf vier zentrale Grundpfeiler: Verkehr vermeiden, Verkehr verlagern, Verkehr vernetzen und Verkehr verträglich abwickeln. Für die Gemeinde Buttisholz bedeutet dies konkret, dass die Qualität für den motorisierten Individualverkehr zwar erhalten bleiben soll, gleichzeitig aber die Anbindung an den öffentlichen Verkehr verbessert werden muss. Ziel ist es, die umliegenden Gemeinden und Zentren effizient und bequem erreichbar zu machen. Dabei gilt es, die vielfältigen Bedürfnisse der Bevölkerung in die Planung einzubeziehen.

In der anschliessenden, spannenden Podiumsdiskussion mit Cécile Baumeler, Beat Lichtsteiner (Geschäftsführer RET Sursee-Mittelland) und Gemeindepräsidentin Anita Lustenberger wurde nochmals vertieft auf die Mobilität im Dorfzentrum eingegangen. Im Fokus stand dabei die Notwendigkeit, den Verkehr zu reduzieren und den öffentlichen Verkehr gezielt zu fördern. Ein zentraler Punkt ist die Förderung des kombinierten Verkehrs: Der Umstieg zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln soll einfacher und komfortabler werden. Bereits heute bedienen täglich rund 150 Busse die Haltestelle im Dorf Buttisholz, was die bestehende Infrastruktur zunehmend an ihre Grenzen bringt. Im Rahmen der Zentrumsentwicklung soll deshalb eine Verkehrsdrehscheibe mit Umsteigefunktion entstehen, die den heutigen wie zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Dabei sei eine langfristige und umfassende Planung unerlässlich, um die Mobilitätsbedürfnisse auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nachhaltig abdecken zu können.

Foto: Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion flankiert vom Co-Präsidum der Mitte Buttisholz, von links: Petra Ruckli, Anita Lustenberger, Beat Lichtsteiner, Cécile Baumeler, Helen Affentranger-Aregger